Datenschutz
In drei Sätzen
Wir zählen mit, welcher Sender gestartet wird, in welcher Sprachfassung und mit welchem Filter — ohne Kennung, ohne Cookie und ohne deine Adresse, auch ohne gekürzte, und du kannst es in der Fußzeile abschalten. Was wir dagegen nicht wissen und nicht wissen können: wie lange du zuhörst, denn die Musik läuft direkt vom Sender zu deinem Gerät und berührt unseren Server nie. Es gibt keine Werbung, kein Tracking über Seiten hinweg, keine Reichweitenmessung durch Dritte und niemanden, an den wir etwas verkaufen.
Drei Dinge musst du trotzdem wissen, und sie stehen unten ausführlich: Wenn du einen Sender startest, verbindet sich dein Gerät direkt mit dessen Server — oft außerhalb der EU (Abschnitt 7). Die Gesellschaft, die diese Seite betreibt, sitzt in den USA, auch wenn die Daten in Deutschland liegen (Abschnitt 1). Und alles, was diese Seite lädt, kommt vom eigenen Server, auch die Schriften (Abschnitt 6) — beim Aufbau der Seite geht keine einzige Anfrage an Google, an ein Werbenetz oder an einen Analysedienst.
1. Wer verantwortlich ist
Verantwortliche im Sinne von Art. 4 Nr. 7 DSGVO:
Infosys Consulting LLC 30 N Gould St, Suite N Sheridan, WY 82801 United States of America
| Angabe | Wert |
|---|---|
| Rechtsform | Limited Liability Company (LLC), Wyoming, USA |
| Vertretungsberechtigt | [Vor- und Nachname — siehe HINWEISE.md, Punkt 3] |
| hello@infosys-consult.com | |
| Telefon | 0800 723 6054 (Service-Hotline Deutschland) |
Vertreter in der EU nach Art. 27 DSGVO
Weil die Verantwortliche außerhalb der EU sitzt, aber ihren Dienst Menschen in der EU anbietet, hat sie einen Vertreter in der Union benannt:
[Name des Vertreters — siehe HINWEISE.md, Punkt 5] Flat 4, Xuereb Court Triq ic-Cief Għajnsielem, Għawdex Malta
Was das für dich bedeutet, und es ist kein Nebensatz: Du kannst dich in allen Fragen, die mit der Verarbeitung deiner Daten zu tun haben, an diesen Vertreter wenden — zusätzlich zu uns oder statt uns (Art. 27 Abs. 4 DSGVO). Auch dein Auskunfts-, Berichtigungs- oder Löschverlangen (Abschnitt 13) kannst du dorthin richten. Du musst dafür nicht in die USA schreiben, und du musst dich nicht vorher an uns wenden. Der Vertreter ist die einfachere Adresse, und dafür gibt es ihn.
Was der Vertreter nicht ist: eine allgemeine Zustellungsanschrift für alles Übrige, und kein Ersatz für uns. Rechtsbehelfe gegen die Verantwortliche selbst bleiben unberührt (Art. 27 Abs. 5 DSGVO).
Der Sitz in den USA — was er ändert und was nicht
Das gehört ausgesprochen, statt zwischen zwei Anschriften versteckt zu werden.
Die DSGVO gilt vollständig. Art. 3 Abs. 2 lit. a DSGVO erfasst Verantwortliche ohne Niederlassung in der Union, wenn sie betroffenen Personen in der Union Dienstleistungen anbieten. Diese Seite spricht sieben Sprachen, darunter fünf Amtssprachen der EU, und richtet sich damit ausdrücklich an Menschen in der Union. Also gilt für sie dasselbe Recht wie für einen deutschen Anbieter — einschließlich deiner sämtlichen Rechte aus Abschnitt 13.
Deine Daten liegen weiter in Deutschland. Server, Protokolle und (später) Kontodaten liegen in der Azure-Region Germany West Central. Der Sitz der Gesellschaft ändert daran nichts.
Ist der Sitz in den USA schon eine Drittlandübermittlung? Nein, nicht allein deshalb. Eine Übermittlung im Sinne von Kapitel V DSGVO setzt voraus, dass Daten an eine andere Stelle in einem Drittland offengelegt werden. Wenn dein Browser Daten unmittelbar an unseren Server schickt, bist du selbst keine solche Stelle — der Europäische Datenschutzausschuss hat das ausdrücklich so eingeordnet. Und wenn unsere eigenen Leute von den USA aus auf Daten schauen, die in Deutschland liegen, ist das Zugriff im eigenen Haus, keine Weitergabe an Dritte.
Was es trotzdem heißt, ohne Beschönigung: Die Daten liegen in Deutschland, aber die Stelle, die über sie entscheidet, untersteht US-Recht. Ob und in welchem Umfang US-Behörden von einem US-Unternehmen die Herausgabe von Daten verlangen können, die in der EU liegen, ist umstritten; wir erfinden dazu keine Antwort. Was wir daraus ziehen, ist eine Bauentscheidung: so wenig zu speichern, dass eine Herausgabe wenig hergäbe. Die Adresse wird gekürzt, bevor sie geschrieben wird. Der Abfrageteil steht in keinem Protokoll. Es gibt keine Kennung, an der sich zwei Besuche verknüpfen ließen. Nach 30 Tagen ist alles gelöscht.
Wirkliche Drittlandübermittlungen gibt es hier trotzdem, und sie stehen an ihrem Platz: die Verbindung deines Geräts zu den Senderservern (Abschnitt 7), die Fernwartung durch Microsoft-Personal außerhalb der EU (Abschnitt 2) und — später, wenn es Konten gibt — die Anmeldung über Google oder Apple (Abschnitt 11).
Datenschutzbeauftragter
[Ist einer benannt, gehören Name und Kontaktdaten an diese Stelle — Art. 13 Abs. 1 lit. b DSGVO. Ist keiner benannt, steht hier stattdessen der Satz „Ein Datenschutzbeauftragter ist nicht benannt und nach § 38 Abs. 1 BDSG nicht erforderlich."]
Die Maßstäbe, damit du die Antwort nachprüfen kannst: Art. 37 Abs. 1 DSGVO verlangt einen Datenschutzbeauftragten bei Behörden, bei Kerntätigkeiten, die in umfangreicher regelmäßiger und systematischer Überwachung bestehen, und bei umfangreicher Verarbeitung besonderer Datenkategorien. Keiner der drei Fälle trifft auf ein Webradio zu — die Zählung aus Abschnitt 3 ist ohne Kennung und damit keine Überwachung von Personen. § 38 Abs. 1 BDSG kommt hinzu, weil er über § 1 Abs. 4 BDSG auch für Verantwortliche ohne Niederlassung in der EU gilt; er verlangt einen Datenschutzbeauftragten ab 20 ständig mit automatisierter Verarbeitung beschäftigten Personen, bei Pflicht zu einer Datenschutz-Folgenabschätzung und bei geschäftsmäßiger Verarbeitung zum Zweck der Übermittlung. Diese Schwellen gelten für die Gesellschaft, nicht für eine einzelne Website.
2. Zugriffsprotokolle
Was passiert. Jedes Mal, wenn dein Browser eine Datei von iyambae.fm holt, schreibt der Webserver eine Zeile ins Protokoll. Sie sieht so aus:
| Feld | Beispiel |
|---|---|
| Zeitpunkt | 2026-08-21T14:03:11+00:00 |
| Adresse (gekürzt) | 93.184.216.0 |
| Verfahren | GET |
| Pfad | /de/ |
| Status | 200 |
| Bytes | 23887 |
| Verweisquelle | https://example.org/blog |
| Browserkennung | Mozilla/5.0 (Macintosh; …) Safari/… |
| Dauer | 0.083 |
Deine IP-Adresse wird gekürzt, bevor irgendetwas geschrieben wird. Bei IPv4 fällt der letzte Block weg (93.184.216.34 wird zu 93.184.216.0), bei IPv6 alles hinter den ersten beiden Blöcken (2a02:8109:… wird zu 2a02:8109::). Genau dort steckt die Angabe, die auf ein einzelnes Gerät oder einen einzelnen Anschluss zeigt. Es gibt keinen Zwischenschritt, in dem die vollständige Adresse gespeichert wird — die Kürzung passiert in dem Moment, in dem die Zeile entsteht. Nachschauen kannst du das selbst, die Datei ist im Quelltext: deploy/nginx.conf, Abschnitt „Zugriffsprotokoll ohne Personenbezug".
Was ausdrücklich nicht im Protokoll steht:
- Wonach du suchst. Protokolliert wird nur der Pfad, nicht der Abfrageteil der Adresse. Ein Suchbegriff steht im Abfrageteil.
- Wie lange du einen Sender hörst. Der Audiostrom läuft direkt vom Sender zu deinem Gerät; unser Server erfährt davon nichts. Dass ein Sender gestartet wurde, wird seit dem 21.08.2026 gezählt — das ist eine eigene Sache, sie läuft ohne Adressfeld, und sie steht in Abschnitt 3.
- Deine Merkliste, dein Hörverlauf, deine Einstellungen. Die liegen auf deinem Gerät und werden nirgendwohin geschickt (Abschnitt 8).
- Dein Name, deine Kennungen, ein Cookie-Wert. Nichts davon ist Teil des Protokollformats.
Zweck. Die Seite betreiben und betreiben können: Fehler finden (welcher Pfad liefert 404, welche Auslieferung ist langsam), Missbrauch erkennen, grob sehen, ob überhaupt jemand kommt und über welchen Weg.
Rechtsgrundlage. Art. 6 Abs. 1 lit. f DSGVO — berechtigtes Interesse. Unser Interesse ist, einen funktionierenden Dienst anzubieten und zu wissen, wenn er nicht funktioniert. Weil die Adresse vor dem Schreiben gekürzt wird und der Inhalt der Nutzung nicht erfasst wird, ist der Eingriff gering.
Ehrlich dazugesagt: Eine gekürzte IP-Adresse ist nicht dasselbe wie keine IP-Adresse. In Kombination mit Zeitpunkt, Browserkennung und Verweisquelle lässt sich in seltenen Fällen ein Bezug herstellen. Wir behaupten deshalb nicht, die Protokolle seien anonym — wir behandeln sie als personenbezogene Daten und wenden die DSGVO darauf an. Das ist der ehrlichere Weg.
Empfänger. Microsoft Ireland Operations Limited als Auftragsverarbeiterin nach Art. 28 DSGVO. Die Seite läuft in Azure Container Apps, die Protokolle landen in einem Log-Analytics-Arbeitsbereich desselben Kontos.
Ort. Region Germany West Central, also Deutschland. Dazugesagt: Bei Fernwartung durch Microsoft-Personal außerhalb der EU sind Zugriffe nicht vollständig auszuschließen; dafür gilt der Auftragsverarbeitungsvertrag von Microsoft mit den EU-Standardvertragsklauseln. Zum Sitz der Verantwortlichen selbst siehe Abschnitt 1.
Speicherdauer. 30 Tage. Danach löscht Azure automatisch; die Einstellung immediatePurgeDataOn30Days sorgt dafür, dass nach Ablauf sofort gelöscht wird und nichts in einer Archivstufe liegen bleibt (infra/main.bicep).
Noch etwas, das in dieses Protokoll gehört und nicht von Besuchern stammt: Azure prüft alle zehn Sekunden je laufender Kopie der Seite nach, ob sie noch antwortet. Bis zum 21.08.2026 fragte diese Prüfung die Startseite ab und stand damit als ganz normaler Besuch im Protokoll — rund 26 000 erfundene Besuche am Tag. Seither geht sie auf eine eigene Adresse, die nicht protokolliert wird. Für dich ändert das nichts; für unsere Zahlen ändert es alles, und es gehört hierher, weil dieser Text sonst behauptete, jede Zeile im Protokoll sei ein Mensch gewesen.
Was wir daraus ansehen. Es gibt eine Auswertungsansicht mit einer Handvoll Abfragen: Seitenaufrufe und geschätzte Besucherzahl je Tag, Abrufe der App-Beschreibung (als Hinweis auf Installationen), Verweisquellen, Browser und Geräteart, Radio gegen Apps-Seite, gemeldete Fehler, langsamste Auslieferungen — und seit dem 21.08.2026 die Senderstarts aus Abschnitt 3. Mehr nicht.
3. Reichweitenmessung — ohne Adresse, ohne Kennung
Das ist neu, und es ist eine Kehrtwende. Bis zum 21.08.2026 stand hier und an zwei weiteren Stellen, dass nicht erfasst wird, welcher Sender gehört wird — im Quelltext der Auswertung stand sogar ausdrücklich „bewusst nicht gebaut". Das stimmt nicht mehr. Wir schreiben das hin, statt den alten Satz stehen zu lassen und zu hoffen, dass niemand nachrechnet.
Was passiert. An sechs Stellen schickt die Seite eine kurze Meldung an unseren eigenen Server. Kein fremder Dienst ist beteiligt.
| Ereignis | Was gemeldet wird |
|---|---|
| Sender gestartet | die Kennung des Senders |
| Regal geöffnet | welches Regal |
| Filter benutzt | welche Achse, welcher Wert, wie viele Treffer |
| Suche begonnen | nur, dass gesucht wurde — nie wonach |
| Sprache gewechselt | auf welche Sprache |
| App eingebaut | dass die Installation fertig ist |
An jeder dieser Meldungen hängt außerdem die Sprachfassung, in der du gerade bist (de, en, fr, es, it, ja, ar), und der Zeitpunkt. Das ist alles. Die Zeile, die daraus im Protokoll entsteht, hat genau drei Felder: Art, Zeitpunkt, Ereignis.
Was ausdrücklich nicht mitgeht — und der erste Punkt ist der wichtigste:
- Deine Adresse. Überhaupt keine, auch keine gekürzte. Das Protokollformat für diese Meldungen hat kein Adressfeld, so wie das für Fehlerberichte auch keines hat. Wir kommen hier ohne aus, also nehmen wir keine.
- Keine Kennung, kein Cookie, keine Nummer, kein Zufallswert — nichts, woran sich zwei Meldungen derselben Person aufreihen ließen.
- Kein Suchbegriff. Gezählt wird, dass eine Suche begonnen wurde — einmal je Suche, beim ersten Zeichen. Bewusst nicht bei jedem Tastendruck: Aus „j", „ja", „jaz", „jazz" ließe sich das Wort zusammensetzen, obwohl keine einzelne Zeile es enthält.
- Nichts aus deinem Gerät. Die Sprachangabe kommt aus der Adresse, unter der du die Seite aufgerufen hast (
/de/,/ja/) — nicht aus dem Sprachcookie und nicht aus dem örtlichen Speicher. Das ist ein Unterschied, auf den es ankommt, und weiter unten steht, warum. - Nicht, wie lange du hörst. Nur der Start wird gemeldet, nie das Ende.
- Nicht, wie viele Sender du gemerkt hast. Beim Filter geht sonst die Trefferzahl mit — bei der Achse „gemerkte" nicht, denn die zählt genau deinen eigenen Bestand. Eine über Wochen gleichbleibende Zahl wäre ein Wiedererkennungsmerkmal.
Zweck. Den Katalog pflegen können, statt zu raten. Welche Regale werden benutzt und welche nie? Gibt es Sender, die seit Monaten niemand startet — und lohnt sich die Mühe, ihre Ströme weiter zu prüfen? Wird überhaupt gesucht, oder nur geblättert? Welche Sprachfassungen lohnen eine Übersetzung der Rechtstexte? Das sind Fragen, die eine Senderliste besser machen, und ohne Zahlen beantwortet man sie mit Bauchgefühl.
Rechtsgrundlage: Art. 6 Abs. 1 lit. f DSGVO — berechtigtes Interesse. Unser Interesse ist ein gepflegter, funktionierender Katalog. Dagegen steht ein sehr geringer Eingriff: keine Adresse, keine Wiedererkennung, kein Profil, kein Dritter, keine Zusammenführung mit anderen Daten, Löschung nach 30 Tagen. Und du kannst widersprechen, ohne einen Grund zu nennen — der Schalter dafür steht in der Fußzeile (Abschnitt 5). Genau das ist der Grund, warum diese Abwägung aufgeht: Ein berechtigtes Interesse trägt, solange der Widerspruch nach Art. 21 DSGVO wirklich mit einem Klick möglich ist.
Warum dafür keine Einwilligung nötig ist. § 25 TDDDG verlangt eine Einwilligung für das Speichern von Informationen auf deinem Endgerät und für den Zugriff auf Informationen, die dort bereits gespeichert sind. Für diese Meldung passiert weder das eine noch das andere: Es wird nichts abgelegt und nichts ausgelesen. Was übermittelt wird, entsteht in dem Augenblick, in dem du klickst. Damit bleibt nur die DSGVO, und die kennt neben der Einwilligung eben auch das berechtigte Interesse.
Warum die Sprachangabe dabei so genau genommen wird: Dein Sprachkürzel steht auch in einem Cookie — das braucht der Server, um dich ohne Sprachpfad auf die richtige Fassung zu leiten (Abschnitt 10). Für diesen Zweck ist das Cookie unbedingt erforderlich und deshalb einwilligungsfrei. Es für eine Messung auszulesen wäre ein zweiter Zweck, und dafür trägt diese Ausnahme nicht — das wäre ein Zugriff auf Informationen in deinem Gerät und bräuchte eine Einwilligung. Deshalb kommt die Sprache für die Messung aus dem Pfad der Seite, auf der du stehst, und nicht aus dem Cookie.
Wo die Grenze verläuft, damit du sie prüfen kannst: Sobald eine solche Meldung eine Kennung enthielte — auch eine zufällige, auch eine kurzlebige —, oder sobald sie aus dem örtlichen Speicher deines Geräts läse, wäre es etwas anderes, und dann bräuchte es eine Einwilligung. Deshalb tut sie beides nicht.
Was diese Zahlen nicht können. Sie sagen, wie oft ein Sender gestartet wurde. Sie sagen nicht, von wem, nicht wie oft dieselbe Person etwas startet, nicht was jemand vorher oder nachher gehört hat, und nicht, wie lange gehört wurde. Aus einer Reihe von Einzelmeldungen ohne Adresse und ohne Kennung lässt sich kein Hörverlauf zusammensetzen. Das ist kein Versprechen, sondern eine Folge davon, dass es nichts gibt, woran man sie aufreihen könnte.
Und eine Sache, die dazugehört: Ein Senderstart kann etwas verraten — eine Sprache, eine Herkunft, in Einzelfällen eine Glaubensrichtung. Solange an der Meldung nichts hängt, was auf eine Person zeigt, entsteht daraus kein Datum über dich, sondern eine Strichliste. Das ist der eigentliche Grund, warum das Adressfeld herausgenommen wurde, und nicht bloß Sparsamkeit.
Empfänger. Niemand außer uns. Die Meldung geht an dieselbe Adresse, von der die Seite kommt. Kein Google Analytics, kein Matomo, kein Plausible, kein sonstiger Dienst — hier ist der Unterschied zu einer üblichen Reichweitenmessung, und er ist der ganze Punkt.
Ort und Speicherdauer. Wie die Zugriffsprotokolle: Germany West Central, 30 Tage, dann automatisch gelöscht. Was danach bleibt, sind Summen ohne Einzelzeilen.
Abschalten. In der Fußzeile, Abschnitt 5.
4. Fehlerberichte
Was passiert. Wenn in der Seite ein Programmfehler auftritt, fragt sie dich — erst dann, nicht vorher —, ob sie eine Fehlermeldung schicken darf. Sagst du ja, geht ein kurzer Bericht an unseren eigenen Server. Sagst du nein, passiert nichts, und du wirst nicht wieder gefragt.
Was in so einem Bericht steht (assets/lib/fehlerbericht.mjs):
| Feld | Inhalt | Grenze |
|---|---|---|
| Fehlertext | die Meldung des Browsers | 300 Zeichen |
| Aufrufliste | wo im Programm es passierte | 6 Zeilen, 900 Zeichen |
| Quelldatei, Zeile, Spalte | die Stelle im Programmtext | — |
| Pfad | die Seite, auf der du warst — ohne Abfrageteil | — |
| Fassung | welche Fassung des Katalogs geladen war | — |
| Zeitpunkt | — | — |
Der Abfrageteil wird abgeschnitten, weil dort dein Suchbegriff stehen könnte. Nicht mitgeschickt werden: Suchbegriffe, Merkliste, Hörverhalten, Kennungen, Inhalte von Eingabefeldern. Höchstens fünf Berichte je Sitzung, jeder Fehler nur einmal.
Die Protokollzeile eines Fehlerberichts enthält keine Besucheradresse — auch keine gekürzte. Das Format hat schlicht kein Feld dafür (deploy/nginx.conf, log_format fehlerbericht).
Zweck. Fehler beheben, die wir sonst nie sehen, weil sie nur auf bestimmten Geräten oder in bestimmten Browsern auftreten.
Rechtsgrundlage. Art. 6 Abs. 1 lit. a DSGVO — deine Einwilligung, gegeben durch den Klick im Dialog. Zusätzlich § 25 Abs. 1 TDDDG für das Speichern deiner Antwort auf deinem Gerät.
Widerruf. Du kannst jederzeit widerrufen, mit Wirkung für die Zukunft — in der Fußzeile, Abschnitt 5. Ein Klick genügt, genau wie ein Klick genügt hat, um zuzustimmen; Art. 7 Abs. 3 Satz 4 DSGVO verlangt das so. Die Rechtmäßigkeit der bis dahin erfolgten Verarbeitung bleibt unberührt, und bereits übermittelte Berichte laufen nach 30 Tagen von selbst aus.
Empfänger. Niemand außer uns. Der Bericht geht an dieselbe Adresse, von der die Seite kommt, und von dort ins Protokoll unseres eigenen Containers. Es gibt keinen Fehlerdienst eines Dritten — kein Sentry, kein GlitchTip, keine Weitergabe.
Ort und Speicherdauer. Wie die Zugriffsprotokolle: Germany West Central, 30 Tage, dann automatisch gelöscht.
5. Was du abschalten kannst — und warum es kein Banner gibt
In der Fußzeile jeder Seite steht ein Einstellungsbereich. Darin kannst du einzeln abschalten:
- Fehlerberichte (Abschnitt 4) — Widerruf deiner Einwilligung nach Art. 7 Abs. 3 DSGVO.
- Reichweitenmessung (Abschnitt 3) — Widerspruch nach Art. 21 Abs. 1 DSGVO. Du musst dafür keinen Grund nennen; wir fragen auch nicht nach einem.
- Die MyRetuner-Abfrage (Abschnitt 9) — Widerruf deiner Einwilligung.
Beides wirkt ab dem Klick und für die Zukunft. Deine Entscheidung wird auf deinem Gerät gespeichert, sonst wäre sie beim nächsten Besuch wieder weg — dafür braucht es keine Einwilligung, denn eine gespeicherte Abschaltung zu respektieren ist unbedingt erforderlich (§ 25 Abs. 2 Nr. 2 TDDDG). Löschst du die Websitedaten, ist auch diese Entscheidung weg, und die Voreinstellung gilt wieder.
Warum kein Einwilligungsbanner
Weil es nichts gibt, wozu wir dich fragen müssten, und weil ein Banner, der etwas erfragt, was keiner Einwilligung bedarf, mehr schadet als nützt.
Der Reihe nach:
- Was auf deinem Gerät gespeichert wird (Abschnitt 8) — Merkliste, Lautstärke, Sprachwahl, Zwischenspeicher der App — ist unbedingt erforderlich für den Dienst, den du ausdrücklich verlangt hast. § 25 Abs. 2 Nr. 2 TDDDG nimmt genau das von der Einwilligung aus.
- Die Zugriffsprotokolle (Abschnitt 2) entstehen auf dem Server. Auf deinem Gerät passiert dabei nichts, also greift § 25 TDDDG nicht.
- Die Reichweitenmessung (Abschnitt 3) speichert nichts auf deinem Gerät und liest nichts von dort — auch das Sprachkürzel nicht, das kommt aus dem Pfad. Auch hier greift § 25 TDDDG nicht, und die DSGVO trägt sie über Art. 6 Abs. 1 lit. f — mit dem Widerspruchsschalter als Gegengewicht.
- Die zwei Dinge, für die es wirklich eine Einwilligung braucht — Fehlerberichte und die MyRetuner-Abfrage — werden in dem Moment erfragt, in dem sie anstehen: der eine, wenn ein Fehler auftritt, die andere, wenn du auf „Ich habe MyRetuner" klickst. Das ist eine bessere Frage als eine im Voraus, weil du in dem Moment weißt, worum es geht.
Und der Grund, warum wir keinen Banner bauen, obwohl er einfacher wäre: Ein Banner, der Einwilligung erbittet, wo keine nötig ist, erweckt den Eindruck, die Verarbeitung hinge an deiner Zustimmung. Das wäre falsch — und ein Widerruf liefe dann ins Leere, weil die Verarbeitung ohnehin auf einer anderen Grundlage steht. Die deutschen Aufsichtsbehörden warnen in ihrer Orientierungshilfe für Anbieter von Telemedien vor genau diesem Muster, und der Europäische Datenschutzausschuss zählt es in seinen Leitlinien zu irreführenden Gestaltungsmustern. Ein Einstellungsbereich, den du findest, wenn du ihn suchst, sagt die Wahrheit; ein Banner, der jeden Besuch blockiert, sagt sie nicht.
Wann sich das ändert. Ein Banner — genauer: eine echte Einwilligung vor der ersten Verarbeitung — wird nötig, sobald eines davon einträte: eine Kennung in der Reichweitenmessung, ein Analysedienst eines Dritten, Werbung, Wiedererkennung über Seiten hinweg, oder das Auslesen von Angaben aus deinem Gerät zu einem anderen Zweck als dem, für den sie dort liegen. Heute trifft nichts davon zu.
6. Die Schriften
Die Seite benutzt fünf Schriftfamilien: Inter, Orbitron und JetBrains Mono, auf der arabischen Fassung zusätzlich IBM Plex Sans Arabic und Noto Kufi Arabic.
Sie liegen auf unserem eigenen Server, unter /assets/schrift/, im selben Container wie die Seite selbst. Dein Browser holt sie von dort, so wie jedes Bild und jede andere Datei dieser Seite. Es geht dabei keine Anfrage an Google und an keinen anderen Dritten.
Geladen wird außerdem nur, was du wirklich brauchst: In der Schriftdatei steht über unicode-range, welcher Zeichenbereich in welcher Datei steckt. Eine deutsche Seite fasst deshalb keine arabische Schriftdatei an.
Warum das hier trotzdem steht, obwohl nichts passiert: Bis zum 21.08.2026 kamen diese Schriften von fonts.googleapis.com. Damit ging die vollständige IP-Adresse jedes Besuchers beim Aufbau der Seite an Google in die USA — bevor man irgendetwas anklicken konnte. Das Landgericht München I hat eine solche Einbindung ohne Einwilligung mit Urteil vom 20.01.2022 (Az. 3 O 17493/20) für rechtswidrig gehalten und dem Kläger 100 Euro Schadensersatz zugesprochen. Wir haben die Schriften daraufhin umgezogen, statt dich um Einwilligung für etwas zu bitten, das sich vermeiden lässt. Der Absatz bleibt stehen, damit die Frage beantwortet ist, bevor sie jemand stellt.
Zweck: die Seite darstellen. Rechtsgrundlage: Art. 6 Abs. 1 lit. f DSGVO, zusammen mit der Auslieferung der Seite selbst (Abschnitt 2). Empfänger: keine. Drittland: keins. Speicherdauer: Nach dem ersten Besuch liegen die Schriftdateien im Zwischenspeicher deines Browsers (Abschnitt 8).
7. Die Audioströme — dein Gerät spricht direkt mit dem Sender
Was passiert. Wenn du einen Sender startest, verbindet sich dein Browser unmittelbar mit dem Server dieses Senders. Die Musik läuft nicht über unseren Server. Wir schalten uns nicht dazwischen, wir leiten nicht weiter, wir speichern nichts davon.
Das hat zwei Seiten, und beide gehören hierher:
Die Seite, die für dich spricht: Was du hörst, hört niemand mit. Wir zählen, dass ein Sender gestartet wurde (Abschnitt 3) — aber nicht, wie lange du bleibst, ob du weiterhörst, ob du dreimal am Tag zurückkommst. Das steht in keinem Protokoll, weil die Anfrage unseren Server nie erreicht. Das ist kein Versprechen, das man uns glauben muss — es folgt aus dem Aufbau.
Die Seite, die du kennen musst: Der Sender sieht dich. Beim Abspielen erfährt sein Server:
- deine vollständige IP-Adresse — ungekürzt, wir können daran nichts ändern,
- deine Browserkennung und die Fähigkeiten deines Geräts,
- Zeitpunkt und Dauer des Zuhörens,
- in der Regel, dass du von
https://iyambae.fmkommst. (Die Seite setztReferrer-Policy: strict-origin-when-cross-origin, siehedeploy/nginx.conf: Übermittelt wird nur die Herkunft, nicht die vollständige Adresse mit deinem Suchbegriff.)
Was der Sender damit macht, richtet sich nach seinen Datenschutzhinweisen, nicht nach unseren. Manche Sender werten Hörerzahlen aus, manche nicht, manche setzen eigene Analysewerkzeuge ein. Wir haben darauf keinen Einfluss und keine Einsicht.
Wo diese Sender stehen. Der Katalog umfasst 146 Sender aus 31 Ländern. 44 stehen in den USA, 21 in Deutschland, 12 in Japan, 11 im Vereinigten Königreich, 9 in Frankreich, 6 in Russland, je 5 in Spanien, Italien und der Schweiz, 3 in Österreich; die übrigen verteilen sich auf Mexiko, Peru, Finnland, Bulgarien, Belgien, Kroatien, die Ukraine, Rumänien, Griechenland, Südkorea, Kolumbien, Venezuela, Bolivien, Kanada, Ghana, Nigeria, Marokko, Aserbaidschan, die Türkei, Tschechien und den Senegal. Die Mehrzahl liegt außerhalb der EU. Bei jedem Sender steht das Land am Kärtchen — du siehst vor dem Klick, wohin die Verbindung geht.
Alle Ströme im Katalog laufen über HTTPS; die Verbindung ist also verschlüsselt. Das schützt den Inhalt der Verbindung, nicht die Tatsache, dass sie zustande kommt.
Zweck. Musik abspielen. Genau das, wozu du auf die Seite gekommen bist.
Rechtsgrundlage. Art. 6 Abs. 1 lit. f DSGVO. Unser berechtigtes Interesse ist es, Radio hörbar zu machen; deines, es zu hören. Die Verbindung entsteht erst, wenn du einen Sender anklickst — nie vorher, nie automatisch.
Zum Drittlandtransfer, ohne Beschönigung. Für diese Verbindungen können wir keine Garantien nach Art. 46 DSGVO vorlegen. Wir haben mit keinem der Sender einen Vertrag; wir zeigen dir öffentlich zugängliche Adressen, die dein Browser aufruft. Ob Kapitel V DSGVO auf eine Verbindung anzuwenden ist, die dein eigenes Gerät auf deinen eigenen Klick hin aufbaut, ist eine ungeklärte Rechtsfrage. Wir erfinden dazu keine Antwort. Was wir tun können, tun wir: dir vorher sagen, was passiert, und dir das Land des Senders anzeigen.
Technisch unvermeidbar. Der einzige Weg, den direkten Kontakt zu verhindern, wäre, jeden Strom über unseren Server zu leiten. Das würde bedeuten: Wir sähen dann, wer wann was wie lange hört — eine vollständige Hörhistorie, die es heute nirgends gibt. Der Schutz vor dem Sender wäre damit teuer bezahlt. Wir halten den jetzigen Zustand für den besseren, und du sollst wissen, warum.
Speicherdauer bei uns: keine, weil bei uns nichts entsteht.
8. Was auf deinem Gerät gespeichert wird
Fast alles, was diese Seite über dich „weiß", liegt auf deinem Gerät und geht nirgendwohin.
Örtlicher Speicher (localStorage)
| Schlüssel | Inhalt |
|---|---|
hz_favoriten | deine gemerkten Sender |
hz_zuletzt | die letzten 20 gehörten Sender |
hz_gehoert | wie oft du welchen Sender gestartet hast |
hz_fehlschlaege | welche Sender nicht ansprangen (ab dem dritten Mal rutscht ein Sender ans Regalende) |
hz_lautstaerke | die Stellung des Reglers |
hz_pitch432 | ob die Umstimmung im Browser an ist |
hz_myretuner, hz_mr_zustand | ob MyRetuner erkannt wurde und wie du auf die Frage geantwortet hast |
hz_fehlerbericht | deine Antwort auf die Fehlerbericht-Frage |
hz_messung | nur, wenn du die Reichweitenmessung abgeschaltet hast (Abschnitt 5) |
hz_sprache | deine gewählte Sprache |
hz_messung ist dabei ein Sonderfall, der Erwähnung verdient: Gespeichert wird nur die Ablehnung. Wer die Messung anlässt, hinterlässt gar nichts — ein Eintrag „ja" wäre eine Spur ohne Zweck.
Diese Angaben werden nicht an uns übertragen — auch nicht für die Reichweitenmessung, die keinen einzigen dieser Schlüssel ausliest. Solange du kein Konto hast, verlassen sie dein Gerät nicht. Du löschst sie, indem du in deinem Browser die Websitedaten für iyambae.fm löschst.
Ein Cookie
Genau eines: hz_sprache, mit dem Sprachkürzel als Inhalt (de, en, fr, es, it, ja, ar), einer Laufzeit von einem Jahr und SameSite=Lax. Es muss ein Cookie sein und kann kein Eintrag im örtlichen Speicher sein, weil der Server es lesen können muss: Wer iyambae.fm ohne Sprachpfad aufruft, wird anhand dieses Cookies auf die richtige Sprachfassung geleitet. Es enthält keine Kennung, keine Nummer und nichts, woran man dich wiedererkennen könnte — nur zwei Buchstaben. Es dient keiner Analyse und keiner Werbung.
Der Service Worker
Wenn du die Seite besuchst, richtet dein Browser einen Service Worker ein (sw.js). Er legt die Seite selbst auf deinem Gerät ab — Sprachseiten, Programmdateien, Symbole, Sendlogos, die Senderliste —, damit sie ohne Netz funktioniert und schneller startet. Dazu kommen die Schriftdateien — auch die vom eigenen Server (Abschnitt 6).
Die Audioströme fängt er ausdrücklich nicht ab und speichert er nicht. Es liegt keine Musik in diesem Zwischenspeicher, und es liegt nichts darin, was auf dich zeigt. Du wirst ihn los, indem du die Websitedaten löschst oder die App deinstallierst.
Rechtsgrundlage für all das. § 25 Abs. 2 Nr. 2 TDDDG: Speichern und Auslesen sind unbedingt erforderlich, damit der von dir ausdrücklich gewünschte Dienst funktioniert — eine Merkliste ohne Speicher ist keine Merkliste, ein Sprachwähler, der die Sprache vergisst, ist keiner, und eine App, die offline laufen soll, muss etwas zwischenspeichern. Dasselbe gilt für hz_messung und hz_fehlerbericht: Eine Abschaltung, die beim nächsten Besuch vergessen wäre, wäre keine.
Soweit in diesen Angaben personenbezogene Daten liegen, ist die Rechtsgrundlage für die Verarbeitung Art. 6 Abs. 1 lit. f DSGVO — mit dem Zusatz, dass wir sie nicht sehen.
9. Die Abfrage an deinen eigenen Rechner (MyRetuner)
Was passiert. MyRetuner ist ein Programm für macOS, das die Systemwiedergabe in Echtzeit umstimmt. Läuft es, kann diese Seite ihre eigene, ungenauere Umstimmung abschalten und MyRetuner das Feld überlassen. Um das zu erkennen, fragt die Seite eine Adresse auf deinem eigenen Rechner ab: http://127.0.0.1:47432/status, mit einer halben Sekunde Zeitlimit.
127.0.0.1 ist dein Gerät selbst. Diese Anfrage verlässt deinen Rechner nicht. Sie geht nicht ins Internet, nicht an uns, an niemanden.
Wann sie stattfindet. Nur, wenn du vorher auf „Ich habe MyRetuner" geklickt hast und die Abfrage einmal erfolgreich war. Ist das der Fall, wird beim Laden der Seite und danach alle fünf Sekunden nachgefragt, solange Musik läuft — damit die Anzeige stimmt, auch wenn du MyRetuner zwischendurch beendest. Hast du nicht geklickt oder abgelehnt, wird nicht gefragt. Deine Antwort steht in hz_mr_zustand auf deinem Gerät.
Ein Browser kann nicht von sich aus sehen, welche Programme auf deinem Rechner laufen — das wäre eine Sicherheitslücke. Deshalb dieser Umweg: Die App muss sich melden, und du musst das beiden Seiten erlauben — erst dem Browser, dann der App selbst, die noch einmal nachfragt.
Was die Seite dabei erfährt. Ob MyRetuner läuft, die eingestellte Zielstimmung (etwa „432" oder „528"), die gemessene Ausgangsstimmung des laufenden Stücks und wie sicher die App bei dieser Messung ist. Mehr gibt die App nicht heraus.
Was damit geschieht. Es wird auf der Seite angezeigt und beeinflusst, ob die Seite selbst umstimmt. Nichts davon wird an unseren Server geschickt. Die einzige Spur ist der Zustand in deinem örtlichen Speicher.
Rechtsgrundlage. Art. 6 Abs. 1 lit. a DSGVO für den Klick, mit dem du das freischaltest, und § 25 Abs. 1 TDDDG für den Zugriff auf Informationen in deinem Endgerät. Zurücknehmen kannst du es im Einstellungsbereich in der Fußzeile (Abschnitt 5), indem du MyRetuner beendest oder die Websitedaten für iyambae.fm löschst.
Empfänger, Drittland, Speicherdauer: keine, keins, keine. Es verlässt dein Gerät nicht.
10. Die Sprachweiche
Rufst du iyambae.fm ohne Sprachpfad auf, liest der Server den ersten Eintrag deiner Browsereinstellung Accept-Language und leitet dich auf die passende Sprachfassung weiter — oder auf die, die im Cookie hz_sprache steht, falls du schon einmal gewählt hast. Der gelesene Wert wird für die Weiterleitung benutzt und nicht gespeichert; im Protokoll steht er nicht. Rechtsgrundlage: Art. 6 Abs. 1 lit. f DSGVO.
Umgeleitet wird nur von der Wurzeladresse. Rufst du /en/ auf, bekommst du Englisch — auch mit deutschem Browser.
Was hier ausdrücklich nicht passiert: Weder dein Accept-Language-Kopf noch das Sprachcookie fließen in die Reichweitenmessung ein. Die volle Accept-Language-Liste ist einer der stärksten Fingerabdrücke, die ein Browser ungefragt mitschickt; sie steht in keinem unserer Protokolle. Das Sprachkürzel für die Messung kommt aus dem Pfad (Abschnitt 3).
11. Wenn du ein Konto anlegst
Dieser Abschnitt beschreibt eine geplante Funktion. Solange es auf iyambae.fm keine Anmeldung gibt, gilt er nicht. Er steht hier, damit er fertig ist, wenn es so weit ist — und damit du vorher lesen kannst, worauf du dich einlässt.
Ein Konto brauchst du für nichts, was die Seite heute kann. Es gibt es nur für eine Sache: damit deine Merkliste und dein Hörverlauf auf deinem Telefon und deinem Rechner dieselben sind.
Was gespeichert wird
| Was | Wann |
|---|---|
| Kontonummer (eine Zufallskennung) | immer |
| E-Mail-Adresse | bei Anmeldung mit E-Mail |
| Passwort — nur als Hash, nie im Klartext | bei Anmeldung mit Passwort |
Kennung von Google bzw. Apple (sub) | bei Anmeldung über Google oder Apple |
| Öffentlicher Schlüssel und Zähler deines Passkeys | bei Anmeldung mit Passkey |
| Merkliste | wenn du Sender merkst |
| Hörverlauf: welche Sender wie oft, was zuletzt | wenn du hörst |
| Datum des Anlegens und des letzten Besuchs — nur das Datum, nicht die Uhrzeit | immer |
| Angemeldete Sitzungen: nur ein SHA-256-Abdruck des Sitzungswerts, mit Ablaufdatum | solange du angemeldet bist |
| Einmalcodes: ebenfalls nur als Abdruck, mit Ablaufdatum | beim Anmelden per Mail |
Mit einem Konto wissen wir dann, was du wie oft hörst — mit deinem Namen daran. Das ist der Preis für den Abgleich zwischen deinen Geräten, und es ist der ehrlichste Satz in diesem Abschnitt. Die Zählung aus Abschnitt 3 ist etwas anderes: Sie hängt an keiner Person. Ein Konto hängt an einer. Du entscheidest.
Wie der Verweis von deiner Adresse auf dein Konto funktioniert. In der Zuordnungstabelle steht die E-Mail-Adresse nicht im Klartext, sondern nur ihr SHA-256-Abdruck. Wer diese Tabelle liest, kann nicht nach Adressen durchsuchen, ohne sie schon zu kennen. Die Adresse selbst muss in der Kontotabelle im Klartext liegen — anders lässt sich kein Bestätigungscode zustellen. Verschlüsseln wäre Theater, weil der Dienst den Schlüssel ohnehin halten müsste.
Zweck und Rechtsgrundlage
Zweck: dein Konto führen, dich anmelden, Merkliste und Verlauf zwischen deinen Geräten abgleichen.
Rechtsgrundlage: Art. 6 Abs. 1 lit. b DSGVO — Erfüllung des Nutzungsvertrags, den du mit dem Anlegen des Kontos schließt. Keine Einwilligung. Das ist Absicht und kein Zufall: Eine Einwilligung wäre jederzeit frei widerruflich, und ein widerrufenes Konto wäre ein Konto, das seine eigene Funktion nicht mehr erfüllen darf. Was du stattdessen hast, ist besser: Du kannst das Konto jederzeit löschen, und dann ist es weg (siehe unten).
Für Sicherheitsmaßnahmen rund um die Anmeldung — Begrenzung der Anmeldeversuche je Adresse, Erkennen von Missbrauch — ist die Rechtsgrundlage Art. 6 Abs. 1 lit. f DSGVO.
Wo die Daten liegen
In Azure Table Storage, Region Germany West Central, dreifach in einem Rechenzentrum gespiegelt (Standard_LRS). Bewusst keine geografisch verteilte Spiegelung: Die brächte eine zweite Kopie deiner Daten an einem zweiten Ort, und dafür gibt es bei einer Merkliste keinen guten Grund.
Auftragsverarbeiterin ist Microsoft Ireland Operations Limited nach Art. 28 DSGVO. Zum Sitz der Verantwortlichen in den USA siehe Abschnitt 1.
E-Mails
Bestätigungsmails und Anmeldecodes verschickt Azure Communication Services von konto@mail.iyambae.fm. Die Datenhaltung dieses Dienstes ist auf die Geografie Deutschland eingestellt.
Dazugesagt, weil es zur Wahrheit gehört: Microsoft sagt für diesen Dienst zu, dass ruhende Daten in der gewählten Geografie bleiben; Daten könnten aber „in anderen Geografien übertragen oder verarbeitet werden". Die Zusage betrifft also die Ruhelage, nicht jeden Verarbeitungsschritt. Wir schreiben das hin, statt „Ihre Daten bleiben in Deutschland" zu behaupten.
Kein Öffnungs- und kein Klick-Tracking. In unseren Mails stecken keine Zählpixel und keine umgeschriebenen Verweise; die entsprechende Einstellung ist abgeschaltet (userEngagementTracking: 'Disabled'). Ob eine Mail ankam, sagt der Zustellbericht; ob sie gewirkt hat, sagt die Anmeldung selbst.
Anmeldung über Google oder Apple
Wenn du diesen Weg wählst, erfährt der jeweilige Anbieter, dass du dich bei iyambae.fm anmeldest. Wir erhalten von dort eine dauerhafte Kennung und, je nach Verfahren, deine E-Mail-Adresse.
Google LLC und Apple Inc. sitzen in den USA. Das ist — anders als der Sitz der Verantwortlichen selbst (Abschnitt 1) — eine echte Übermittlung in ein Drittland im Sinne von Kapitel V DSGVO, weil Daten an eine andere Stelle gelangen. Für die USA besteht seit dem 10.07.2023 ein Angemessenheitsbeschluss der Europäischen Kommission (EU-US Data Privacy Framework), auf den sich zertifizierte Unternehmen berufen können; dieser Beschluss ist Gegenstand laufender rechtlicher Auseinandersetzungen. Für die Verarbeitung bei diesen Anbietern gelten deren eigene Datenschutzhinweise. Wenn du das nicht willst, nimm E-Mail und Passwort oder einen Passkey — beides funktioniert ohne jeden Dritten. [Vor dem Livegang: die Zertifizierung beider Anbieter prüfen und hier verlinken — HINWEISE.md, Teil E.]
Wer die Daten sehen kann
[Wer bei der Infosys Consulting LLC Zugriff hat und wie viele Personen das sind, muss hier stehen — siehe HINWEISE.md, Punkt 10.] Vorgesehen ist: eine kleine, benannte Gruppe mit Leserechten, keine Schreibrechte — ausdrücklich so eingerichtet: Wer schreiben darf, könnte fremde Merklisten verändern; zum Nachsehen, ob ein gemeldetes Problem echt ist, reicht Lesen.
Auch Lesen heißt: jede Merkliste, jede Adresse und jeden Hörverlauf einsehen zu können. Das ist kein technischer Mangel, sondern eine Befugnis, und sie gehört benannt — mitsamt der Zahl der Personen, die sie haben.
Speicherdauer und Löschung
- Sitzungen und Einmalcodes tragen ein Ablaufdatum und werden weggeräumt, sobald sie abgelaufen sind — beim nächsten Zugriff, und zusätzlich durch einen Durchgang alle 24 Stunden, damit auch die Sitzung eines Menschen verschwindet, der nicht wiederkommt.
- Das Konto selbst bleibt, bis du es löschst. Es gibt eine Löschfunktion in der App; sie entfernt in einem Vorgang alles: Merkliste, Verlauf, Sitzungen, Kennungen und den Eintrag in der Zuordnungstabelle. Alle Daten eines Kontos liegen zu diesem Zweck in einer einzigen Partition — damit kein Rest liegenbleibt, den später niemand mehr findet.
- [Frist für inaktive Konten: noch festzulegen — HINWEISE.md.]
- [Was nach dem Löschen wie lange als „Grabstein" bestehen bleibt: noch zu klären — HINWEISE.md.]
12. Was hier nicht passiert
Damit es einmal in einer Liste steht:
- Keine Werbung. Kein Werbenetzwerk, kein Werbeplatz, keine Verkaufsdaten.
- Kein Tracking über Seiten hinweg. Keine Zählpixel, keine Wiedererkennungsmerkmale, kein Fingerprinting.
- Keine Reichweitenmessung durch Dritte. Kein Google Analytics, kein Matomo, kein Plausible, kein sonstiger Dienst. Die eigene Zählung aus Abschnitt 3 bleibt im eigenen Haus und kennt dich nicht.
- Keine Kennung in der Reichweitenmessung. Auch keine zufällige, auch keine kurzlebige. Zwei Senderstarts lassen sich nicht derselben Person zuordnen.
- Keine Adresse in der Reichweitenmessung. Auch keine gekürzte. Die Zeile hat drei Felder: Art, Zeitpunkt, Ereignis.
- Kein
Accept-Languagein irgendeinem Protokoll. Nicht im Zugriffsprotokoll, nicht in der Messung. - Keine Anfrage an einen Google-Server — auch nicht für Schriften (Abschnitt 6). Beim Aufbau der Seite wird kein einziger fremder Host kontaktiert.
- Kein Profiling und keine automatisierte Entscheidungsfindung im Sinne von Art. 22 DSGVO. Die Gewichtung, mit der die Auslage Sender vorschlägt, läuft in deinem Browser aus deinen eigenen Daten und hat keine rechtliche Wirkung.
- Keine Zusammenführung mit anderen Seiten derselben Betreiberin. Was hier entsteht, bleibt hier.
- Kein Verkauf und keine Weitergabe von Daten an Dritte zu deren eigenen Zwecken.
- Keine Aufzeichnung, wie lange du hörst. Das ist technisch nicht erhebbar, solange du kein Konto hast — und mit Konto siehe Abschnitt 11.
- Kein Cookie-Banner, sondern ein Einstellungsbereich in der Fußzeile (Abschnitt 5).
13. Deine Rechte
Du hast die folgenden Rechte. Alle kosten nichts, und für alle reicht eine formlose Nachricht — an uns unter hello@infosys-consult.com oder an unseren EU-Vertreter auf Malta (Abschnitt 1). Du kannst dir aussuchen, wohin; wir bearbeiten es gleich.
- Auskunft (Art. 15 DSGVO): Wir sagen dir, welche Daten wir über dich gespeichert haben.
- Berichtigung (Art. 16 DSGVO): Ist etwas falsch, korrigieren wir es.
- Löschung (Art. 17 DSGVO): Wir löschen, was wir nicht mehr brauchen dürfen.
- Einschränkung der Verarbeitung (Art. 18 DSGVO).
- Datenübertragbarkeit (Art. 20 DSGVO): Deine Kontodaten bekommst du in einem maschinenlesbaren Format.
- Widerspruch (Art. 21 DSGVO): Gegen jede Verarbeitung, die auf Art. 6 Abs. 1 lit. f gestützt ist — Zugriffsprotokolle, Reichweitenmessung, Schriftauslieferung, das Starten von Audioströmen — kannst du aus Gründen, die sich aus deiner besonderen Situation ergeben, Widerspruch einlegen. Für die Reichweitenmessung brauchst du dafür keine Nachricht und keinen Grund: Der Schalter in der Fußzeile genügt (Abschnitt 5).
- Widerruf einer Einwilligung (Art. 7 Abs. 3 DSGVO): jederzeit, mit Wirkung für die Zukunft. Betrifft die Fehlerberichte und die MyRetuner-Abfrage — beides ebenfalls über die Fußzeile.
Bei den Rechten gibt es eine ehrliche Grenze. Für die Zugriffsprotokolle können wir dir kaum Auskunft geben — wir wissen nicht, welche der gekürzten Adressen deine war, und wir dürfen und wollen es nicht herausfinden. Bei der Reichweitenmessung ist es noch eindeutiger: Dort steht überhaupt keine Adresse, und es gibt schlicht nichts, woran wir eine Meldung dir zuordnen könnten — auch dann nicht, wenn du es ausdrücklich verlangst. Art. 11 Abs. 2 DSGVO sieht genau diesen Fall vor: Wo eine Zuordnung nicht möglich ist, müssen wir sie nicht herstellen, nur um Auskunft geben zu können. Wenn du Auskunft willst, teil uns mit, wann du die Seite besucht hast; mehr als eine grobe Prüfung wird daraus aber nicht.
Beschwerde bei einer Aufsichtsbehörde (Art. 77 DSGVO)
Du kannst dich bei einer Datenschutz-Aufsichtsbehörde beschweren — bei der Behörde deines gewöhnlichen Aufenthaltsorts, deines Arbeitsplatzes oder des Orts des mutmaßlichen Verstoßes. Das ist keine Verlegenheitsformel, sondern hier der genaue und vollständige Weg, und der Grund dafür gehört dazu:
Es gibt für uns keine federführende Aufsichtsbehörde. Das Verfahren der einheitlichen Anlaufstelle („One-Stop-Shop", Art. 56 DSGVO) setzt eine Hauptniederlassung in der Union voraus. Die haben wir nicht, und ein Vertreter nach Art. 27 DSGVO begründet keine. Die Folge: Es ist jede Aufsichtsbehörde zuständig, in deren Zuständigkeitsbereich betroffene Personen sind — und du musst dich an keine bestimmte wenden, sondern kannst die nehmen, die dir am nächsten ist.
- Wohnst du in Deutschland, ist das die Landesdatenschutzbehörde deines Bundeslands. Die Anschriften stehen auf
datenschutzkonferenz-online.de. - Wohnst du in einem anderen EU-Land, ist es die Behörde dieses Landes.
- Am Sitz unseres EU-Vertreters ist es das Office of the Information and Data Protection Commissioner (IDPC), Floriana, Malta. Das ist eine Möglichkeit, keine Vorgabe — und es ist nicht die „zuständige" Behörde im Sinne einer Federführung, denn eine solche gibt es hier nicht.
14. Änderungen an diesem Hinweis
Ändert sich, was die Seite tut, ändert sich dieser Text. Die jeweils geltende Fassung steht immer hier. Wesentliche Änderungen — etwa der Start der Konten — kündigen wir auf der Seite an.
Die Einführung der Reichweitenmessung (Abschnitt 3) war eine solche Änderung. Sie steht hier nicht kleingedruckt, sondern in den ersten drei Sätzen, weil der Text vorher das Gegenteil versprochen hat.
Am selben Tag wurde sie noch einmal enger gezogen, und auch das steht hier, statt still eingearbeitet zu werden: Das Adressfeld ist aus der Messzeile entfernt worden, das Sprachkürzel kommt seither aus dem Pfad statt aus dem Cookie, und beim Filter „gemerkte" geht die Trefferzahl nicht mehr mit. Was vorher vertretbar war, ist jetzt schlicht nicht mehr vorhanden.
Stand: [Datum des Livegangs].